DER KATER ODER WIE MAN DAS SPIEL SPIELT

Inhalt

Eine Komödie von Tankred Dorst

"Ich versuche das zu schreiben-in Szenen zu schreiben - was mich beunruhigt, und ich hoffe, da ich ein Teil unserer Gesellschaft bin und in der gleichen Zeit wie andere lebe, dass das, was mich beunruhigt, verstört, fasziniert, auch andere beunruhigt oder wenigstens neugierig macht."

Tankred Dorst

Eine Verbeugung vor dem Hügel-Regisseur Tankred Dorst macht der Brandenburger Kulturstadl mit seinem neuen Stück "Der Kater oder Wie man das Spiel spielt."

Der inzwischen 78-jährige Dramatiker Tankred Dorst wird im kommenden Jahr 2006 als Regisseur der Neuinszenierung der Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" bei den Bayreuther Festspielen im Mittelpunkt des Interesses stehen. Auf lokaler Ebene nimmt der Brandenburger Kulturstadl diesen Ball auf und bringt bereits ein Jahr vorher mit der Komödie "Der Kater oder Wie man das Spiel spielt" nach Ludwig Tieck ein Stück von Tankred Dorst auf die Bühne.

Das Stück stammt aus den 60er Jahren, in denen sich Dorst mit Sozial- und Milieudramen und der Bearbeitung mythologischer Stoffe einen Namen machte. Auch in der aktuellen Komödie hält der Autor seinem Publikum einen Spiegel vor.


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Herr Blume, Frau Leutner sowie das Ehepaar Pelzig sind irritiert: In ihrem Theater wird abends ein Kinderstück gegeben. "Der gestiefelte Kater", so steht es, Herr Pelzig hat es genau studiert, im Programm. Und das auch noch in moderner Version. Das Erstlingswerk eines jungen Dichters, der wie Frau Leutner weiß, "ein wirklich netter Kerl ist"; aber auch ziemlich ehrgeizig.

Die Anspannung der Theaterschaffenden war entsprechend. Eine Uraufführung, in der der Versuch gemacht wird "durch wirkliche Possen zu belustigen", hat man schließlich nicht alle Tage. Doch der anfängliche Elan ist längst verflogen. Zumal das Theater mit Besetzungsschwierigkeiten zu kämpfen hat.

Ausgerechnet vor der Premiere ist das allseits geschätzte Ensemblemitglied, Herr Meier-Kleff, erkrankt und musste ersetzt werden. Die Wahl fiel auf einen prominenten Fußballer, der nach seiner Sportlerkarriere im Film-Business Karriere machen will. Im Ensemble kann ihn keiner leiden. Selbst die Souffleuse nicht. Und das will schon etwas heißen.

Kein Wunder also, dass Herr Blume, Frau Leutner und das Ehepaar Pelzig von diesem Theaterabend alles andere als begeistert sind.