UND ALLES AUF KRANKENSCHEIN
Inhalt
Einen Erfolg zu wiederholen, ist schwierig. Und für ein Theaterensemble eine Herausforderung, der sich der Brandenburger Kulturstadl nun zum wiederholten Male stellt:
Die Boulevardkomödie "Und alles auf Krankenschein", im Jahr 1992 der Renner auf der Stadl-Bühne, kommt erneut zur Aufführung. Nicht aufgewärmt, sondern aktualisiert - und neu inszeniert von Frank Hofmann.
Dass die Komödie aus der Feder von Ray Cooney (Originaltitel: "It runs the family") nach 14 Jahren wieder auf dem Spielplan des Theaters steht, liegt nicht allein am damaligen Erfolg: Der Vorstand des Amateurtheater-Vereins hatte sich vorgenommen, zum diesjährigen 25. Geburtstag des Stadls die beliebtesten Stücke der vergangenen Spielzeiten neu zu inszenieren.
"Diese Komödie ist extrem turbulent und mitreißend", sagt Regisseur Frank Hofmann.
Die Handlung dreht sich um einen Arzt, der vor 18 Jahren eine Affäre mit einer Krankenschwester hatte und dabei unwissentlich Vater wurde. An einem Tag, da der Arzt, Dr. Mortimer, einen wichtigen Vortrag vor Ärztekollegen halten muss und Mortimers Frau anwesend ist, steht die einstige Affäre auf Mortimers Station - zusammen mit dem 18-jährigen Leslie, ihrem Sohn.
"Die Versuche, ein Schlammassel zu vermeiden, sind höchst komisch", verspricht Hofmann. "Das Stück ist eine schöne Komödie. Und der Autor Ray Cooney ist in meinen Augen der beste Komödienschreiber, den es gibt."
Hofmann hat das Skript bearbeitet und auf den Stand der Zeit gebracht: Ein Adelstitel flog raus - und aus dem Chefarzt wurde eine Ärztin. Tagespolitik findet in Hofmanns Inszenierung keine Erwähnung - also weder die Affäre um die Bayreuther Krankenhausleitung, noch die Querelen der Gesundheitsreform. Ginge auch gar nicht: "Denn trotz aller Turbulenzen", sagt Hofmann, "geht die Komödie garantiert gut aus."








